Förderaufruf IPCEI-CIS

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz hat sein Interessenbekundungsverfahren gestartet und wird die Projekte und teilnehmenden Unternehmen für den europäischen Twinning-Prozess auswählen, der in diesem Sommer stattfinden wird. Interessierte Partner können sich bis zum 21. Juli auf die öffentliche Ausschreibung bewerben.  

IPCEI-CIS wird ein leistungsfähiges „Multi-Vendor-Cloud-Edge-Kontinuum“ in ganz Europa schaffen. Ziel ist es, die Entwicklung neuer Technologien anzustoßen, die den Austausch und die Verarbeitung sehr großer Datenmengen in dezentralen Systemen in Echtzeit gewährleisten. Das bedeutet, dass Daten und Datendienste reibungslos fließen können müssen, zum Beispiel zwischen unternehmenseigenen Clouds (Edge Clouds) und zentralen Clouds. Dies erfordert die Entwicklung energieeffizienter, hocheffizienter, automatisierter und vernetzter Cloud- und Edge-Dienste. Ein Teil des IPCEI wird auch den ersten Anwendungen im industriellen Maßstab gewidmet sein.

Themenschwerpunkte

  • Mobilität
  • Energieeffizienz
  • Industrie 4.0
  • Resilienz und Ausfallsicherheit von digitaler Infrastruktur
  • Gesundheit

Anforderungen

  • Hoher Innovationsgehalt entlang der Cloud-Edge-Wertschöpfungskette
  • Direkte Anknüpfung an im Rahmen des IPCEI-CIS geförderte Themen
  • Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen der EU
  • Positive Beiträge zur Wettbewerbsfähigkeit der deutschen und europäischen Industrie und Wirtschaft
  • Durchführung in der Bundesrepublik Deutschland durch Unternehmen mit einer Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland

Geltungsdauer

Im Rahmen dieser Förderrichtlinie können Skizzen bis zum Stichtag 21. Juli 2023 eingereicht werden. Weitere Stichtage
können vorbehaltlich verfügbarer Haushaltsmittel durch die Bewilligungsbehörde festgelegt werden. Sie werden
gegebenenfalls vom Projektträger gesondert bekanntgegeben.

Vernetzungsevent

Am 12. Juli von 9:30 bis 11.00 Uhr lädt eco – Verband der Internetwirtschaft e.V. seine interessierten Mitgliedern zu einem virtuellen Vernetzungstreffen ein, bei dem Fragen zum Förderaufruf gesammelt werden, die dann mit dem Projektträger im Nachgang geklärt werden. Der Förderaufruf adressiert in besonderen Maße die Kerngeschäftsbereiche vieler eco Mitgliedfirmen und bieten daher eine Unterstützung bei der Vernetzung interessierter Parteien über das GXFS-DE Team an. Bitte senden Sie Interessensbekundungen an pmo@gxfs.de mit dem Betreff „IPCEI_CIS“.

Nur für eco und EuroCloud Mitglieder.

Zum Hintergrund

Die Digitalisierung der Wirtschaft verändert die Fähigkeiten, Daten zu erheben, zu verarbeiten und zu nutzen. Dies hat unmittelbare Auswirkungen sowohl auf die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen als auch auf ganze Volkswirtschaften. Die Entwicklung eigener Kapazitäten im Bereich zentraler (Cloud) und dezentraler (Edge) Datenverarbeitung ist daher kein wirtschaftspolitischer Selbstzweck, sondern eine Säule für eine nachhaltige, resiliente und zukunftsfähige Europäische Union. Damit Unternehmen und Geschäftsmodelle langfristig wettbewerbsfähig bleiben können, braucht es ein offenes digitales Ökosystem, welches die digitale Souveränität der Nutzer von Cloud- und Edge-Dienstleistungen in ganz Europa gewährleistet. Damit wird ermöglicht, dass das hohe Innovationspotenzial der europäischen Wirtschaft in Zukunft umfassend ausgeschöpft und Energieeffizienzpotentiale gehoben werden können.

Das IPCEI-CIS soll dazu beitragen, die digitale Souveränität Deutschlands und Europas zu stärken. Dies soll unter anderem erreicht werden durch die Nutzung von Open Source-Lösungen, verstärkte IT-Sicherheit und Resilienz und die Gewährleistung der Interoperabilität und Datenportabilität, um Lock-in-Effekte zu verhindern. Zudem soll das IPCEI mit Services und Standards von Gaia-X kompatibel sein, jedoch durch die Nutzung von Cloud- und Edge- Technologien der nächsten Generation und die Fördermöglichkeit für erste industrielle Anwendungsfälle deutlich über Gaia-X hinausgehen. Wesentlich hierfür ist die Schaffung eines „Multi Provider Cloud-Edge Continuums“. Dieses umfasst die Verknüpfung lokaler Recheneinheiten oder Assets über lokale und regionale Edges mit zentralen Datacentern verschiedener Anbieter.

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