In welchem Zusammenhang stehen Gaia-X und GXFS?

Die architektonische Struktur von Gaia-X basiert auf dem Prinzip der Dezentralisierung. Gaia-X ist das Ergebnis vieler einzelner Dateneigentümer (Nutzer) und Technologieakteure (Anbieter), die alle einen gemeinsamen Standard von Regeln und Kontrollmechanismen – den Gaia-X-Standard – annehmen.

Die Gaia-X Föderationsdienste (GXFS) stellen die technischen Mindestanforderungen und Dienste dar, die für den Betrieb föderierter Gaia-X-Ökosysteme aus Infrastruktur und Daten erforderlich sind. Diese Dienste nutzen bestehende Standards und offene Technologien, z.B. Open-Source-Software. GXFS ist eine Gaia-X-Leistung. GXFS ist der Gaia-X-Werkzeugkasten zur Schaffung interoperabler Ökosysteme gemäß der Gaia-X-Referenzarchitektur.

Synergien erkennen und nutzen: Gaia-X, GXFS, Hubs, Communities die Gaia-X Association

Die Gaia-X Organisationsstruktur stützt sich auf drei Hauptakteure: die Gaia-X AISBL, die nationalen Gaia-X Hubs und die Gaia-X Community. Innerhalb dieser Säulen gibt es verschiedene Arbeitsgruppen und Ausschüsse. Der Austausch innerhalb dieser Akteursgruppen und zwischen ihnen sowie darüber hinaus mit anderen Akteuren (z.B. EU-Kommission, internationale Initiativen) ist gewährleistet.

Die Gaia-X Hubs fungieren als Sprachrohr der Nutzerökosysteme auf nationaler Ebene. Sie sind die zentralen Anlaufstellen für Unternehmen, Stakeholder, Initiativen, Verbände und öffentliche Einrichtungen. Ihre Hauptziele sind die Bündelung nationaler Initiativen, die Entwicklung von Ökosystemen und die Bereitstellung einer zentralen Anlaufstelle für Interessierte in ihrem jeweiligen Land. 

Die Open-Source-Gaia-X-Community umfasst das gesamte, globale Gaia-X-Netzwerk. Nutzer und Anbieter arbeiten gemeinsam an Arbeitspaketen. Jeder ist willkommen, der Community beizutreten und zum Aufbau einer föderierten Dateninfrastruktur beizutragen.

Die Gaia-X European Association for Data and Cloud AISBL bildet den Kern der Organisationsstruktur der Gaia-X-Vision. Sie ist eine internationaler Verband ohne Gewinnzweck nach belgischem Recht. Zweck und Ziel des Verbands sind die Entwicklung von Regelwerken, die Sicherstellung der erforderlichen Dienstleistungen, die Konsolidierung und Erleichterung der Arbeit und Zusammenarbeit innerhalb der Gaia-X-Community, die Vertretung der Mitglieder von Gaia-X und die Förderung der internationalen Zusammenarbeit. Innerhalb der Gaia-X Association wurden drei Ausschüsse eingerichtet:

  • Das Policy Rules Committee ist für die Verabschiedung von Regeln und Policies im Zusammenhang mit dem Gaia-X-Datenökosystem und dessen Betrieb zuständig (zusammen die „Grundsatzregeln für das Datenökosystem“). Der Ausschuss wird von einem Vorsitzenden und einem stellvertretenden Vorsitzenden geleitet.
  • Das Technical Committee ist für alle technischen Fragen im Zusammenhang mit dem Zweck der Gaia-X Association zuständig. Er entscheidet über die technische Architektur, die Architektur der Standards und das Open-Source-Software-Portfolio, einschließlich der Föderationsdienste. Er verwaltet die Beiträge der Arbeitspakete und koordiniert Demonstratoren und Anwendungsfälle.
  • Das Data Space Business Committee unterstützt die Schaffung von Datenräumen. Seine Aufgabe ist es, die Einrichtung von Datenräumen in ganz Europa und darüber hinaus aktiv anzuregen und zu unterstützen, Empfehlungen für bewährte Verfahren für Datenräume und damit zusammenhängende allgemeine Gestaltungsprinzipien zu erarbeiten.